Sonntag, 8. März 2015

Sonne, Sonntag, Kraut und Sand


Abgesehen davon, dass heute Weltfrauentag ist, meine Tante Anne Geburtstag hat, ich an einem Sonntag um 6.30 Uhr aufgewacht bin und hellwach war - was unter der Woche nie passiert - sagen alle Wetter-Apps für heute den ersten richtigen Frühlingstag voraus.

Sonne, erste Frühlingswärme, ein freier Tag, da gibt es nur eins, raus ins Freie!!

Das HamburgerAllerlei gibt daher einen Tip. Wer sich nicht mit gefühlten 2 Millionen anderen Ausflüglern am Elbstrand zwischen Övelgönne und Teufelsbrück entlangschieben will, dem empfehlen wir einen Ausflug auf die Elbinsel Krautsand.

Krautsand ist 65 km von Hamburg entfernt, und man erreicht die Insel über die A 23, auf der man Richtung Norden bis zur Ausfahrt Glückstadt/Elbfähre fährt, dort abfährt, dann der Ausschilderung bis zur Fähre Glückstadt/Wischhafen folgt und mit der Fähre übersetzt. Ab Wischhafen orientiert man sich an der Ausschilderung "Ferieninsel Krautsand". Die Fahrt dauert ca 1,30 bis 2 Stunden, je nachdem, wie lange man auf die Fähre warten muss.




Typisch für Krautsand sind die Häuser auf Wurten, die Reetdachhäuser, die Obsthöfe, die Viehweiden, die Häfen und vor allen Dingen der Sandstrand. Der Strand und die anschließenden Wattflächen sind zusammen ca. 7 km lang, und jetzt im Frühjahr ein Traum für Mensch und Hund. Hund kann am Strand entlang flitzen und zwischen Deich und Strand, zwischen Bäumen und Weiden nach Herzenslust schnüffeln und stöbern.




Wir haben auf dem Parkplatz an der Kirche geparkt, sind zum Fähranleger spaziert und elbaufwärts bis zum Ende des Strands marschiert. Außer ein paar anderen Hundebesitzern war trotz schönstem Sonnenschein keiner unterwegs, und da die Fahrrinne dicht am Strand entlang führt, wird es auch fürs Auge nicht langweilig. Immer wieder fahren die dicken Pötte vorbei, die vom Hamburger Hafen aus Richtung Nordsee schwimmen.





Nach einer guten halben Stunde endet der Strand, und man sieht, warum Krautsand eine Insel ist. Elbarme schlängeln sich um den krautigen Sand und der geneigte Wanderer muss hoch auf den Deich.




So haben wir es dann auch gemacht, nicht jedoch, bevor Hund Emma noch der ultimative Nachweis gelang, dass Sprichwörter wahr sind. Emma bewies, die Wahrheit des Sprichworts,

"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!"

Vielleicht erinnert ihr euch noch an Emmas Ich-liebe-alles-was-Augen-hat-und-wälze-mich-darin-Aktion im vergangenen Sommer in Südfrankreich. Hund Emma nahm in Hyeres näheren Kontakt mit einem Haufen vergammelter Sardinen auf und musste in einem Brunnen mitten auf einer stark befahrenen Kreuzung gewaschen werden.

Nun ist bewiesen, im Norden liegen die Fische auf Wiesen, haben auch Augen und man kann sich prima ´drin wälzen.

Also, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah,
es liegt auf einer Wiese an der Elbe!




Einen Brunnen gab es auf Krautsand leider nicht! Hund Emma durfte daher frisch parfümiert über den Deich zurück zum Auto laufen und nach einem Picknick im Auto ging es zurück in die große Stadt.

Ein schöner Tag für Mensch und Hund.




Da Bewegung an frischer Luft ja bekanntlich Hunger macht, mussten wir trotz des Picknicks die Feldküche öffnen.

Passend zum Frühjahr gibt es ein buntes Frühlingsgericht,

Hühnchen-Topf
mit Tomaten und Basilikum


Was man braucht


Für 4 Personen

1 Brathuhn ca. 1,3 kg
20 Cherry-Tomaten
1 Fenchel
6 schwarze Oliven ohne Stein
1/4 l Weißwein
4 Zweige Thymian
Basilikum
Koblauch
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker

Wie man es macht

Huhn vom Schlachter in mehrere Stücke zerlegen lassen.

Fenchel putzen, den harten Strunk herausschneiden und den Fenchel längs in dünne Streifen schneiden. Die Tomaten anritzen. Wasser aufkochen und über die Tomaten geben. Kurz warten, dann die Tomaten häuten. Oliven und Basilikum in feine Streifen schneiden, Thymianblättchen von den Stengeln zupfen. Knoblauch fein hacken.

In einem Schmortopf 1 EL Olivenöl erhitzen. Die Hühnerteile salzen und pfeffern, im Öl rundherum hellbraun anbraten. Fenchel, Knoblauch, Thymian und Oliven zum Hähnchen geben, kurz anbraten und alles mit dem Wein aufgießen. Etwas Zucker unterrühren, den Deckel auf den Topf legen und für 20-25 Minuten auf kleiner Flamme schmoren, bis die Hähnchenteile gar sind. Tomaten und Basilikum dazugeben, für 2 Minuten schmoren lassen. Dann den Herd ausstellen, und den Hühnchentopf noch für 5 Minuten auf der Flamme ziehen lassen.



Zu dem Gericht passt eine Foccacia, mit der man die köstliche Sauce aufdippen kann.

Focaccia kommt auch bei Hund Emma sehr gut an. Das Rezept für die Foccacia verrate ich nächste Woche. Jetzt will ich raus auf den Balkon und pflanzen.



Einen tollen Frühlingstag!

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