Montag, 17. November 2014

London Calling Teil 2 - Wildes London mit Hund -


London mit Hund ist anders, anders als dieser Post, der keinen Bezug zum Feldversuch oder zu Hamburg hat.

 London mit Hund ist grün und Wild.

Wildes London 

 

Das Wilde London haben wir dank Hund Emma kennengelernt, dem Hund der ohne Murren alles mitmacht und sich daher seine tägliche Hunde-Spaß-Zeit verdient hat.




Hund Emma mag es im Auto zu fahren und kann gemütlich auf den Rücken gedreht von Hamburg bis München schlafen, vorausgesetzt es wird ein Hörbuch abgespielt. Hund Emma hat kein Problem sich im Urlaub innerhalb von zehn Minuten an die neue Umgebung zu gewöhnen, vorausgesetzt ihr Napf steht in der Küche. Hund Emma legt sich im Restaurant 3 Stunden unter den Tisch und gibt keinen Laut von sich. Hund Emma geht mit an den Strand und döst mehrere Stunden in der Sonne. Hund Emma bewacht das Feld und fängt zum Glück nie eine der Feldmäuse. Hund Emma geht shoppen und flirtet mit jedem Verkäufer. Hund Emma geht wandern. Hund Emma geht - wenn auch nicht gern - schwimmen. Hund Emma liegt im Büro unter dem Schreibtisch und fordert erst ab 16.00 Uhr ein wenig Aufmerksamkeit. Hund Emma mag andere Hunde, Menschen, ihre Stofftiere und vor allem ihren Briefträger.

Hund Emma hat sich daher ihre tägliche Hunde-Spaß-Zeit nicht nur in Hamburg, sondern auch auf jeder Reise mehr als verdient.

Hunde-Spaß-Zeit in London?

Wirklich überhaupt kein Problem. London ist Wild (nein, das ist kein Tippfehler), denn es gibt die Royal Parks: Hyde Park, Kensington Gardens, Regent´s Park, Green Park, Grosvenor Square Garden, St. Jame´s Park, Brompton Cemetry und Viktoria Tower Gardens in der Londoner Innenstadt, Bushy Park, Richmond Park, Greenwich Park in der näheren Umgebung.

Hunde sind in fast allen Bereichen der Royal Parks erlaubt. Es herrscht offiziell in vielen Bereichen Leinenzwang. Im Oktober hat keiner kontrolliert, ob Hund Emma mit oder ohne Leine läuft. Hund Emma konnte daher oft ohne Leine laufen. Häufig war es aber sinnvoll, Hund Emma anzuleinen, zu ihrem und zum Schutz der anderen Tiere. 

Emma und ihre Menschen hatten mit und ohne Leine viel Spaß im





Wir haben zwar weder Kate noch William, dafür aber schon hier, mitten in der Stadt, viele nette Tiere getroffen, ganz künstliche und ganz natürliche.



Richtig Wild wurde es dann bei unseren Besuchen im Richmond Park und im Bushy Park.





Richmond Park ist der größte der acht Royal Parks. Er liegt in den Stadtteilen Richmond upon Thames und Kingston upon Thames im Südwesten von London. Richmond Park war das Hirschjagdgebiet von König Edward I und ist mit seinen 10 km² heute der größte ummauerte Park Europas innerhalb eines städtischen Gebiets. Große Herden von Rothirschen und Damhirschen laufen frei im Park herum und sind wie auch die anderen tierischen Bewohner des Parks alles andere als scheu.
 



Der Park ist wunderbar hügelig und bietet immer wieder tolle Ausblicke.Vom King Henry VIII's Mound erkennt man am Horizont sogar die Skyline von London. Wirklich herrlich, besonders, wenn man so ein fantastisches Wetter hat wie wir. Ende Oktober noch 20° Celsius.

 

Von der Londoner Innenstadt aus erreicht man Richmond Park bequem mit der U-Bahn (District Line) oder British Rail. Vom Bahnhof geht man entweder durch die netten Einkaufstraßen über die Straße Richmond Hill zum Eingang am Sawyer´s Hill oder entlang der Themse bis zum Beginn der Petersham Meadow und dann links hoch über die Nightingale Lane zur Straße Richmond Hill und dann zum Eingang am Sawyers Hill. Eine tolle Strecke.

Wir haben den Tag im Park genossen. Emma war in einem der Teiche schwimmen, wir haben alle die Nasen in die Sonne gehalten, Hirsche gezählt und einfach einen schönen Tag gehabt, der noch schöner werden sollte, was wir im Park aber noch nicht wussten. Dazu mehr im nächsten Post London Calling Teil 3 - London für Urban-Gardeners.

Bushy Park

 


Bushy Park, ein weiterer Royal Park, liegt ebenfalls im Südwesten von London und nur 10 Minuten Fußweg von unserer wunderbaren Ferienunterkunft entfernt. Bushy Park ist mit 4,5 km² wesentlich kleiner als der Richmond Park. Der Park grenzt unmittelbar nördlich an den Hampton Court Palace und den wunderschönen Hampton Court Palace Garden.




Es gib viele Teiche und Wasserläufe, den Longford River und natürlich Hirsche, Hirsche, Hirsche, denn auch Bushy Park war einst ein Jagdrevier, und zwar das von Heinrich dem VIII. der 1529 Hampton Court Palace von Thomas Wolsey geschenkt bekam.

Der Park wurde 1752 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem Timothy Bennet, ein Schuhmacher aus Hampton Wick, ein Durchgangsrecht erhalten hatte.

Bushy Park ist weniger spektakulär als Richmond Park, kleiner und familiärer. Zusammen mit dem Hampton Court Palace aber unbedingt sehenswert. Zu erreichen ist der Park von London aus mit der British Rail. Man fährt bis Hampton Court, steigt aus und dann ist auch schon alles ausgeschildert.

Weniger Wild, dafür aber sehr royal war es in Windsor und Eton

Windsor / Eton

 

 


Windsor ist vor allem durch Windsor Castle, eine der offiziellen  Residenzen der Königsfamilie, bekannt. Eton verbindet man mit dem Eton College. 

Hund Emma fand Windsor und insbesondere den Long Walk ganz wunderbar und wurde sofort zur Royalistin. Der Long Walk ist eine unglaublich lange von Kastanien gesäumte Allee. Sie führt von Windsor Castle bis zum Snow Hill im Windsor Great Park und ist ein Paradies für Hunde. Es gibt keine Autos dafür aber viele Hunde-Kumpels mit denen man herumtollen kann. Leinenzwang gibt es keinen, was will Hund mehr.

Geht man von den Toren der Windsor Castle aus Richtung Snow Hill, scheint der Long Walk gar kein Ende zu nehmen. Schnurgerade führt er zum Horizont an dem nichts anderes als das tiefe Grün des Windsor Great Park zu sehen ist. Blickt man auf einem Spaziergang zurück zum Schloss, greift man ständig wieder zur Kamera, weil nun der Blick auf Windsor Castle doch noch wieder viel besser ist als vor fünf Minuten.

Der Long Walk und Windsor Great Park sind bei einem Ausflug nach Windsor ein Muß, auch ohne Hund.


Nach einem ausgedehnten Spaziergang und einem Besuch von Windsor Castle (Hunde sind nicht erlaubt, wahrscheinlich sind die Corgis der Queen bissig), lohnt es sich durch Windsor und durch das auf der anderen Seite der Themse gelegene Eton zu bummeln. Windsor hat einen netten alten aber sehr kleinen Ortsteil unmittelbar neben Windsor Castle. Der modernere Teil von Windsor bietet sehr gute Einkaufsmöglichkeiten. Fast alle Shops, die es in der Londoner Innenstadt gibt, gibt es auch hier, nur ohne die Menschenmassen. Sehr angenehm. 




Eton ist im Vergleich zu Windsor klein, weniger touristisch und sehr gemütlich. In Eton findet man neben dem berühmten College, das man zurzeit leider nicht besuchen kann, viele traditionelle Geschäfte, nette Restaurants und Cafés und für Hund und Mensch Wags Pet Boutique. 



Eine Reise ins Wilde London mit Hund macht Mensch und Hund glücklich.

Hund darf in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ohne zusätzliche Kosten mitfahren und ist in den meisten Läden und Kaufhäusern gern gesehen (Ausnahme Harrods und Fortnum and Mason: No dogs please!).

Restaurantbesuche mit Hund sind dagegen schwierig. In fast allen Restaurants sind Hunde nur auf der Terrasse erlaubt, in den Speisesaal darf Hund nicht. Wie entspannt sind dagegen die Franzosen. In Paris durfte Hund Emma in allen Restaurants unter dem Tisch Platz nehmen und bekam oft sogar ein Napf Wasser serviert. Dafür darf Hund in Paris die meisten Parks nicht betreten. Auf Nachfrage der Menschen und unter Einsatz von Hund Emmas Charme wurde aber auch in London im Einzelfall durchaus mal ein Auge zugedrückt und Hund Emma durfte mit ins Restaurant.

Kunstbegeistert sollte Hund nicht sein. Wie in Deutschland darf Hund nicht mit in die Museen.

Das war es für heute. Am Samstag folgt London Calling Teil 3 - London für Urban-Gardeners.

Bis dahin!!

Kerstin
 




















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