Dienstag, 30. September 2014

Long way home - die Liebste-Gassi-Strecke


Eine Liebste-Woche hat wie jede Woche sieben Tage.

Will man in der Liebste-Woche jeden Tag etwas Liebstes posten, braucht man sieben Themen. Lieblings-Park, Lieblings-Salz und Lieblings-Insel hoch im Norden sind aber nur drei Themen. Das fiel mir dann doch "schon" gestern auf Emmas Gassirunde auf.

Judex non kalkulat, da sieht man es mal wieder.

Aber kein Problem ohne Lösung. Smartphone raus, Bilder der Gassi-Strecke im Archiv suchen bzw. die Liebste-Gassi-Strecke fotografieren und dabei die Panoramafunktion der Kamera entdecken. Tolle Funktion.

Und so sieht ein Teil unserer liebsten Gassi-Strecke aus, die vom Jenischpark entlang der Elbe bis zu Emmas Körbchen führt.




 




Besser bekannt ist die Liebste-Gassi-Strecke, die ein Teil des Europäischen Fernwanderwegs E 1 ist,  als Hans-Leip-Ufer oder Elbuferwanderweg. Hund Emma und ich fahren vom Büro in der Hamburger Innenstadt mit dem Schnellbus Nr. 36 bis zum Fähranleger Teufelsbrück und laufen immer am Fluss entlang bis zum Museeumshafen Övelgönne. Von dort aus noch den Elbhang hoch und dann kann Hund Emma schon das Fressen in ihrem Napf riechen, meint sie.

Hund Emmas und meine Highlights entlang der Strecke, gleichzeitig ein Auszug aus dem seeeeehr umfangreichen Bildmaterial, das sich auf dem Smartphone befindet und das für irgendwas ja gut sein muss:

Der Strand


Im Sommer leider (findet Frauchen)/zum Glück (findet Hund Emma) das reine All-You-Can-Eat Buffet, mit Wurstresten, Karbonadenknochen, Resten von Fleischspießen ..... . Denn wo, wenn nicht hier, sollte man an schönen Sommertagen besser mal Nebelschlussleuchte und Fernlicht anschalten, um in den Dunstschwaden die von gefühlt tausender stinkender Einweggrills aufsteigen noch gesehen zu werden und nicht versehentlich auf eine Pichnickgesellschaft zu treten.

An nicht ganz perfekten Sommertagen, im Frühjahr, Herbst und Winter ist es hier aber wirklich toll und man kann viel erleben.

Menschen machen Tai Chi, Emma wundert sich.




Frauchen versucht, auch mal ein Selfie zu machen, Emma wundert sich noch mehr. 



Toll so ein Strand.

Der Alte Schwede

 

Immer wieder ist der Alte Schwede, ein riesiger Findling, der seit rund 15 Jahren so am Strand rumliegt, ein gern genommener Zwischenstopp. Emma hat glaubhaft versichert, dass es sich bei dem Alten Schweden nicht nur um einen großen, dicken Stein handelt, sondern um das Archiv sämtlicher lokaler Hunde-Nachrichten-Dienste. Kein Gassi ohne zeitaufwendiges Beschnuppern und Markieren des Alten Schweden.




Große Schiffe gucken

 

Die Liebste-Gassi-Strecke führt an der Elbe entlang bis zum Hamburger Hafen. Der wiederum ist der größte Seehafen Deutschlands und nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte Hafen Europas. Dicke Pötte konnte man daher schon immer auf der Elbe bewundern. Seit rund 10 Jahren ist Hamburg nun auch noch ein Hotspot für Kreuzfahrtschiffe. Fast direkt vor Hund Emmas Körbchen liegt das Cruise Center Altona und so kommen uns auf der Gassi-Strecke immer wieder mal die schönsten und größten Kreuzfahrtschiffe entgegen. Gassi gehen, wo andere in den Urlaub starten.

Wie alle Schiffe sorgen die Kreuzfahrtpötte für ordentlichen Wellengang, der Hund Emma - so sie denn gerade ihr Bad nimmt - angenehm hin und her schaukelt. Nur diese Kreuzfahrtschiffe, die hupen dazu auch noch ständig und das ist nun so gar nicht nach Hund Emmas Geschmack.

Hier der entsprechende Bildnachweis.






Man ist das Ding laut, schnell weg.

 

Kaltgetränke/Strandperle


Sehr beliebt bei Frauchen und Hund Emma, ist ein Zwischenstopp in der Strandperle.

Früher hieß die Strandperle Lührs-Gaststätte. Ich kannte sie aber immer nur unter "Fitsche". Keine Ahnung, warum meine Familie diese beste Strandbar zwischen Nordkap und St.Tropez so genannt hat. Ich habe hier als Kind den Sommer verbracht. Immer wenn die Sonne schien, ging es zu "Fitsche". Für die Großen ein Bier, für die Lütten eine Brause. Eimer und Schaufel, Frikadellen und Kartoffelsalat, "Fitsche", Wespen im Glas mit Bierdeckel drauf, nasse Hosen - weil die Wellen dann doch wieder höher waren als gedacht - alles das war für mich Sommer in Hamburg.

Komischerweise habe ich kein Bild von der Strandperle im Sommer auf dem Smartphone. Nur dieses hier, auf dem die Strandperle im Frühjahr und ganz im Hintergrund zu sehen ist, konnte ich finden. 





Vielleicht liegt es daran, dass die Strandperle zum übermäßigen Genuss alkoholischer Kaltgetränke verleitet und dann auch bei Windstille ganz schnell ganz toller Wellengang auf der Elbe herrscht.




Hinter der Strandperle geht es nur noch ein kurzes Stück am Strand entlang, dann ist man am Museumshafen Övelgönne, dem Ende des Strandabschnitts auf der Liebste-Gassi-Strecke.






Hund Emma dreht auf diesem Stück gern mal bei und schlägt nonverbal vor, dass man nun die Strecke doch noch einmal in die andere Richtung gehen könnte, sprich sie bleibt stehen. Wenn ein Terriermischling erst einmal steht, dann steht er, und steht er und steht, und steht. Faszinierend!




Komm Emma, vielleicht ein anderes Mal, kleine Erntehelferin. Wir genießen noch den lauen Herbstabend an der Elbe und dann öffnen wir die Feldküche.



Die Feldküche hat geöffnet

Heute gilt es, etwas gegen die Zucchinischwemme zu tun.

Es gibt

Zucchinibrot
 das eher ein Zucchiniflan ist.


Was man braucht

1 sehr große Zucchini ca. 800 gr.
oder 3-4 kleine Zucchini
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Thymian
4 Eier
Sahne 75 ml
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Wie man es macht

Zucchini waschen, Enden abschneiden, in mittel große Würfel schneiden. Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch schälen und hacken. Thymianblättchen abzupfen.

Zwiebeln in 1 El Olivenöl anschwitzen. Nach 5 Minuten Knoblauch dazugeben kurz mit anschwitzen.

Zucchiniwürfel und Thymian zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben. Unter Rühren ebenfalls anschwitzen. Zucchini mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und dem Thymian bei leichter Hitze ca. 15 Minuten einkochen lassen. Die Zucchini, Zwiebeln und der Knoblauch sollen zerfallen, aber nicht zu Brei werden. Die Masse soll feucht sein. Es darf aber keine Flüssigkeit mehr auf der Zucchinimasse stehen. Die Zucchini ziehen in den meisten Fällen so viel Wasser, dass man kein zusätzliches Wasser dazugeben muss. Wird die Masse zu trocken, vorsichtig etwas Wasser zugeben.  

Masse abkühlen lassen.

Die Eier mit der Sahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verschlagen.

Eine Kastenform mit etwas Olivenöl ausstreichen.

Eimischung über die Zucchinimasse geben und vorsichtig unterheben. In die Kastenform geben und bei 180°C im Ofen für ca. 30 Minuten bei Ober- und Unterhitze backen. Die Masse muss vollständig gestockt sein und eine schöne goldbraune Kruste gebildet haben.




 

Aus dem Ofen nehmen. Vollständig abkühlen lassen und dann stürzen.

Sehr lecker mit einem grünen Salat oder als Beilage zu kurz gebratenem Fleisch



Lasst es euch schmecken!

Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    was für ein toller Beitrag; herrlich! Den Elbstran bei Teufelsbrück und vor allem den Findling kenne ich auch ganz gut; schön ist es da! Und ein Paradies für Hunde; nicht nur wegen dem Findling ;)

    Das Rezept ist auch nicht schlecht, werde ich mal nachbacken; wir haben auch so viele Zucchinis aus eigener Produktion und die Variante kannte ich noch nicht!

    Liebe Grüße, Joana

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    1. Hallo Joanna, was machst du denn so aus euren Zucchinis? Wir haben wirklich Massen grüner Monster :-)

      LG Kerstin

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  2. Wow, was für eine Gassistrecke! Sowas gibt's hier leider nicht so mit eigenen Strand und Kreuzfahrtschiff. Sieht super toll aus!
    Liebe Grüsse Martina

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    1. Moin Martina, es ist wirklich eine super Strecke und da heute wieder so ein toller warmer Herbsttag ist, werden Hund Emma und ich sie wieder genießen.

      LG aus dem mal wieder gar nicht regnerischen Hamburg

      Kerstin

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