Donnerstag, 8. Mai 2014

Neue Dinge

Die neue Kamera ist da.

Die neue Kamera ist eine alte Kamera, eine Olympus E-10. Ich habe sie bei eBay ersteigert, letzten Freitag ist sie endlich angekommen. Sie hat einige Jahre auf dem Buckel, aber ich finde das nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Da die Gute nicht mehr die Jüngste ist, habe ich nicht das Gefühl, ich müsste vorsichtig mit ihr umgehen. Sie macht vielmehr den Eindruck, als könne sie einiges ab und hätte schon viel erlebt. Das ist gut, denn ich habe tatsächlich noch nie mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiert. Wir werden viel miteinander lernen müssen.

Das Tollste ist, dass es zu der Neuen eine Bedienungsanleitung gibt. Auf Papier!! Stellt Euch das vor, eine Bedienungsanleitung, die man nicht erst im Internet suchen, runterladen und dann verstehen muss, sondern ein an den Ecken herrlich angegilbtes Exemplar aus dem Jahre 2001. Toll! Digitales anlog erklärt, das gefällt mir.

Was mir auch gefällt, die Neue funktioniert. Sie macht was sie soll, wenn ich mache, was sie verlangt. Ich war schon sehr aufgeregt, als ich die Neue gestern ausgepackt habe. Die Neue ist das erste Gerät, das ich bei eBay ersteigert habe. Bisher hatte ich lediglich einen Regenmantel und einen Norwegerpullover, eine Obstkiste als Deko für den Balkon und ein Hollandfahrrad ersteigert. Andreas, Du wirst Dich an die Aktion erinnern, als wir das gute Stück, das (uuups!!) nicht im Ganzen, sondern als Stückwerk angeliefert wurde zusammengebaut haben! Nun also eine digitale Spiegelreflexkamera. Bis zum ersten Bild war ich skeptisch, ob das was wird.

Es wurde, es ist, das erste Bild mit der Neuen!!




Nun ratet, was ich den lieben langen Samstag gemacht habe. Richtig, die Neue ausprobiert und fotografiert, was die 128 MB Compact Flash Card hergibt. Das sind genau 45 Bilder! Gute alte Zeiten. Wie ungewohnt, nicht einfach alles, was einem vor die Linse kommt zu fotografieren, sondern erst einmal zu überlegen, ob das Motiv wirklich das Foto wert ist. 128 MB disziplinieren ungemein. Nicht nur knipse ich nicht willenlos d´rauf los, ich lösche Bilder, die ich nicht haben will und übertrage die Ausbeute des Tages am Abend brav auf den Laptop. Seit gestern habe ich für die Neue übrigens eine 2 GB Flash Card. 750 Bilder! So viel zur Disziplin.

Was gibt´s Neues auf und von dem Feld?

Es gibt Bilder nicht nur vom Feld. Die Umgebung um das Feld ist wirklich nett. Emma liebt es, vor dem Feld-Besuch über die Wiesen und Felder zu toben und wir Menschen freuen uns, für sie und auch für uns.





Das Feld selber macht sich.

Die Kartoffeln zeigen sich. Der Duke of York und der rosa Tannenzapfen schieben die ersten Blätter aus dem Boden. Leider gibt es davon kein Foto. Die Flash Card war schon voll. Das letzte Bild ging an den Kürbis. Diese erste Kürbispflanze, die wir nicht selbst gezogen haben, haben wir am Samstag den 03. Mai 2014 gesetzt. Ich habe dazu noch 10 Kürbiskerne eingepflanzt und auf den Balkon gestellt. Nun warte ich, dass sich in den Töpfen was tut. Noch tut sich nichts.

Der Versuch, den Not leidenden Brokkoli mittels einer Folie zu helfen, ist nicht vollständig gescheitert. Ich meine, die kümmerlichen Reste der Pflanzen sind ein wenig gewachsen. Schlimmer ist die Lage auf jeden Fall nicht. Der Kohlrabi hat sich etwas erholt. Drei Pflanzen haben wieder richtige, wenn auch kleine Blätter. 

Die Möhren zeigen richtiges Möhrengrün. Spinat, Erben und Salate wachsen. Die roten Rüben sind etwas kräftiger. Die Minze schickt munter die ersten Ableger über das ganze Feld. Die anderen Kräuter befinden sich auf dem Weg der Besserung. Die zweite Aussaat der Pastinaken keimt. Nur bei Fenchel und Rosenkohl zeigt sich nichts, die werden wir noch einmal aussäen müssen. 

Alles in allem eine gute Woche, trotz des leichten Bodenfrostes. Dem ist die von Doris am Sonntag den 27.04.2014 gesetzte Tomatenpflanze zum Opfer gefallen. Die einzige schlechte Feld-Post der letzten Woche.

 


Dies zum Schluss. An alle,die sie schon kennen und an alle, die sie kennenlernen möchten. Hedi pint jetzt und auch wir sind richtig pingelig.



Kerstin



 



Kommentare:

  1. Das Gießen könnt Ihr getrost einstellen, vielleicht solltet Ihr an einen Enrwässerungsgraben denken.
    Ihr macht das alles schon sehr gut. Es gibt hier in der Nähe einen Bauernhof zu erwerben, wäre das nichts??

    Rolf

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir werden mal Hedi fragen, ob die den Hof nicht übernehmen möchte.

      Löschen
  2. Ich finde es immer großartig, Gemüse und Obst im Wachstum zu beobachten. Dann schätzt man auch das Essen wesentlich mehr. Wenn man es auch noch selbst erntet, ist das Gefühl perfekt:-)

    AntwortenLöschen