Donnerstag, 15. Mai 2014

Das Allerlei

Weil es auf dem Feld diese Tage nun wirklich viel zu nass und schlammig ist, um von dort ausgiebig zu berichten und der Blog HamburgerAllerlei heißt, habe ich mir vorgenommen, ein paar schöne Hamburger Stadtspaziergänge vorzustellen.

Am Wochenende war Hafengeburtstag.

Außer dem Verkehrschaos haben wir davon nicht viel mitbekommen, aber am späten Sonntagnachmittag, wollte ich dann doch unbedingt noch einmal ein bisschen am Hafen spazieren gehen, die Elbe, die Schiffe und den Himmel anschauen. Der Vorteil an, sagen wir mal "durchwachsenem" Wetter ist, dass es häufig sehr spektakuläre Wolkenschauspiele zu beobachten gibt. Am Sonntag auch!






Der in der Dämmerung bunt leuchtende Containerhafen auf der anderen Seite der Elbe ist immer wieder spektakulär!







Hund Emma liebt die Düfte, die am Kopfsteinpflaster so hängen bleiben, wenn auch ich nicht immer die Düfte liebe, die an Emma so hängen bleiben. Im Donnerspark, der zur Elbe hinunterführt, gibt es so viele Kaninchen, dass auch der ruhigste Hund verrrückt wird und Emma ist nicht der ruhigste Hund. Unten seht ihr ein Foto von Hund Emma am Strand in Wittenbergen, wo es keine Kaninchen, sondern nur Enten gibt Für die Enten interessiert sich Hund Emma nicht,es sei denn, die Enten werden gerade gefüttert, dann muss Emma natürlich "ihr" Futter verteidigen.




 Aber zurück zum Hafenrand.



Das großartige an Hamburg - HH heißt ja "Heimliche Hauptstadt"- ist, dass sich, egal ob man die Stadt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto durchreist, immer wieder großartige neue Blickachsen ergeben. Und so wie die Hamburger Silhouette in der Innenstadt von Kirchtürmen geprägt ist, ist die des Hamburger Hafens von Kränen und Peinern gekennzeichnet.




Meine Oma hat, als ich noch klein war, direkt am Hamburger Fischmarkt, in der Carsten-Rehder-Strasse 60, gewohnt. Heute ist der Hamburger Schellfischposten dort  - sehr zur Freude meiner Mutter die das dortige Leben in einer von dort aus gesendeten Talkshow mit Ina Müller großer Begeisterung verfolgt  - wieder die belebte Kneipe, die sie während und auch nach dem 2. Weltkrieg war.  Dort konnte man - was ja nicht immer selbstverständlich war - auch damals schon als Frau hin gehen.




Für alle Nicht-Hamburger, die sich noch nicht auskennen und den Spaziergang "nachgehen" wollen, hier noch eine kleine Wegbeschreibung:

Man geht vom Altonaer Bahnhof zum Altonaer Balkon und von dort zur Elbe herunter, bis man am Wasser ist.

Auf dem Weg nach unten kann man sich anschauen, wie viel in Hamburg in den letzten Jahren neu gebaut worden ist. Zum Teil sind es sehr interessante Gebäude, die sich mal mehr mal weniger gut in die Umgebung einfügen. Auf jeden all ist das Zusammenspiel der zum Teil sehr alten Häuser mit der modernen Architektur interessant anzusehen.

Ist man am Wasser angelangt, geht man Richtung Landungsbrücken - wenn man die Elbe vor sich hat also nach links - bis zur Carsten-Rehder-Strasse. Von dort aus kann man entweder noch weiter gehen, bis zum Fischmarkt und zu den Landungsbrücken. Wer Lust hat kann sich dabei das Design-Center und das eine oder andere Einrichtungsgeschäft anschauen.

Oder man geht hier einfach die imposante Köhlbrandtreppe hinauf bis man auf die Palmaille kommt und geht zur S-Bahn-Station Königstrasse.  Die Köhlbrandtreppe wurde früher, bis in die 1960er Jahre, täglich von tausenden Arbeitern auf ihrem Weg zwischen den eng bebauten Wohnquartieren in der Oberstadt und dem Fähranleger bzw. den Hafen- und Gewerbebetrieben am Elbufer genutzt. Die Treppe stehe heute unter Denkmalschutz.

Schiffe haben wir gestern dann leider nicht mehr so viele gesehen, aber was soll´s. Dafür waren es besonders schöne, und die normalen Schiffe fahren hier ja jeden Tag.





Doris

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