Mittwoch, 16. April 2014

Die dicksten Kartoffeln

Der dümmste Bauer hat ja bekanntlich die dicksten Kartoffeln oder akademisch ausgedrückt: 

Der Umfang der subterritorialen Knollengewächse steht in reziprokem Verhältnis zum Intellekt des Agrarökonoms.

Wenn sich dieses Sprichwort bewahrheitet, dann werden wir zumindest keine kleinen Kartoffeln ernten, denn wie bereits erwähnt, ist unser Wissen über den Ackerbau sagen wir mal eher beschränkt und das gilt natürlich auch für den Kartoffelanbau. Am vergangenen Sonntag haben wir gleichwohl den Grundstein für unsere erste eigene Kartoffelernte gelegt, sprich wir haben die Setzkartoffeln gepflanzt, die dank der liebevollen Pflege von Klaus auf dessen Fensterbank recht respektable Keime gebildet haben.



Setzkaroffeln


Mit Glück können wir in dieser Saison vier Sorten Erdäpfel aus dem Boden holen:

die adlige Knolle, den Duke of York,

den beschwipsten Skandinavier, den blauen Schweden,

das bunte Fortpflanzungsorgan der Tanne, den rosa Tannenzapfen

und die gute alte Bekannte, die Linda.

Unter Klaus fachmännischer Anleitung haben wir insgesamt drei und eine halbe Reihe mit Setzkartoffeln bestückt. Immer schön im Abstand von ca. 30 cm je eine Knolle in eine nette kleine ungefähr spatentiefe Kuhle, Erde wieder drauf, Stöckchen daneben, für das Erste waren wir fertig.



rosa (noch brauner) Tannenzapfen



Das erste Grün soll sich nach zwei bis drei Wochen zeigen. Sobald die ersten Blätter und Stiele 20 cm hoch sind, müssen wir dann anhäufeln. Dazu wird die Erde zwischen den Reihen mit der Hacke oder dem Hand-Häufelpflug an die Stauden herangezogen. Anhäufeln muss man während der Wachstumsperiode alle zwei bis drei Wochen, das soll den Ertrag steigern. 

Also liebe Knollen nutzt Eure Chance und vermehrt Euch.

Da das Wetter wieder so verlockend warm war, haben wir das Feld mit weiteren Feldfrüchten bestückt. Auf den Nachbarfeldern grünt es schon gewaltig. Die Feld-Damen und Feld-Herren haben wohl fleißig vorgezogen. Unser Feld dagegen präsentierte sich noch in freundlichen Grautönen, irgendwie nicht so schön. Wir haben daher vorgezogenen Kohlrabi, Lauch und Brokkolli gekauft, die auf dem Balkon im Pappbecher vorgezogenen Kräuter, Petersilie, Melisse und Oregano auf dem Feld ausgesetzt und Steckzwiebeln in die Erde gesteckt. Nun grünt es auch bei uns.



Setzlinge

Petersilie

Brokolli (rechts) Kohlrabi (mittig) Erdbeeren (rechts)

Vorn stecken die Zwiebeln

 Lauch gibt es auch








 Das Feld nimmt langsam Gestalt an und damit ich nicht den Überblick verliere hier die Aufstellung, was sich am 12. April 2014 in bzw. auf dem Feld befand:

- Pastinaken
- Kerbel
- Zuckererbsen
- Palerbsen
- Knoblauch
- Erdbeeren
- Rote Rüben                              
- Spinat                                    
- Pflücksalat                              
- Möhren
- Fenchel
- Rosenkohl
- Kartoffeln
- Petersilie
- Melisse
- Oregano
- Brokkoli
- Kohlrabi
- Zwiebeln

Die am 30. März 2014 ausgesäten roten Rüben und Möhren keimen. Die Erbs-Keime und der Kerbel wachsen tapfer weiter. Auch Salat und Spinat keimen. Vom Fenchel und vom Rosenkohl ist noch nichts zu sehen und auch die Pastinaken zeigen sich so gar nicht. Leider war nach einer Woche auch der Pastinaken-Markier-Eisstiel verschwunden und daher sind wir nicht mehr sicher, wo wir sie ausgesät haben. Wenn sich bis Sonntag kein Pastinakenkeim zeigt, säen wir die Pastinaken noch mal nach.



Möhren

Rote Rüben

Spinat ganz klein und ganz links unten


Wie Ihr seht, haben wir die Eisstiele durch gelbe Profischilder ersetzt. Das System Eisstiel hat sich leider als für die freie Wildbahn untauglich erwiesen. Nach einigen Regenschauern war von der Beschriftung nichts mehr übrig. Schade, hübscher waren die Eisstiele. Da der Regen die Schrift von den Eisstielen abgewaschen hat, bin ich auch von der Idee abgekommen, Bilder von den Keimen auszudrucken und auf das Feld zu stellen, die Ausdrucke würden zu schnell ausgewaschen.

So viel für heute vom Feld.



Feld am 12. April 2014



Die Feldküche hat wieder geöffnet.


Schönes Frühlingswetter und der Appetit auf einen neuen Sommerdrink hat mich nach einer Alternative zum nun schon etwas in die Jahre gekommen Aperol Spritz suchen und ihn auch finden lassen. 

Wir dürfen vorstellen, der Sommerdrink des Jahres 2014



Was man braucht:  

pro Glas

200 ml gut gekühlten trockenen Weißwein
2 TL Lavendelsirup
1 Scheibe einer Biozitrone
Eiswürfel
Soda- oder Mineralwasser zum Auffüllen

Wie man es macht:

Weißwein in ein Glas füllen. 
2 TL Lavendelsirup in den Wein geben und umrühren. 
Eiswürfel dazugeben. 
Mit dem Soda- oder Mineralwasser aufgießen.

Schmeckt herrlich frisch und nach Urlaub in Südfrankreich.





Den Lavendelsirup könnt Ihr ganz leicht selber machen. Ihr bekommt nicht nur schnell und günstig einen tollen Sirup, auch Eure Wohnung wird herrlich nach Lavendel duften.



Was man braucht:

200 gr. Zucker
150 ml. Wasser
3 EL Zitronensaft
3 gehäufte EL getrocknete Lavendelblüten

Wie man es macht:

Zucker mit Wasser und Zitronensaft aufkochen und solange unter Rühren leicht kochen lassen, bis der Zucker gelöst ist. Die Lavendelblüten dazu geben, noch einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und einen Tag ziehen lassen. Nach einem Tag den Sirup durch ein feines Sieb gießen, die Lavendelblüten entsorgen und den Sirup in ein sauberes gut zu verschließendes Gefäß oder eine Flasche füllen. Der Sirup hält im Kühlschrank mehrere Wochen.






Viel Spaß beim Nachkochen und


Euch allen frohe und entspannte Ostern



Der entspannte Hund Emma


Kerstin, Doris und Hund Emma

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe, dass die kalten Nächte der letzten Woche den Kartoffeln nicht zugesetzt haben. Zwar war das auch in den Wetterberichten angekündigt, aber auch ich hatte das Gefühl, dass die Kartoffeln nun endlich in die Erde wollten. Das ist ja auch kein Leben auf der Fensterbank.
    Wenn es nun wärmer wird, dauert es hoffentlich nicht mehr lange, bis sich die ersten Blätter zeigen. So als Lebenszeichen.

    Klaus (der Feldnachbar)

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