Sonntag, 6. April 2014

Der erste Keim

30. März 2014, er ist zu sehen. Der erste Keim!  Die Zuckererbsen haben das Rennen gemacht. Wenn es denn die Zuckererbsen sind. Ganz sicher sind wir uns nicht, es könnte durchaus auch irgendwas vom letzten Jahr mit unbändigem Lebenswillen sein, das den Winter gemütlich in unserem Feld verbracht hat.


Der Keim

Wir werden ihn im Auge behalten.

Wir sind am vergangenen Sonntag am Abend noch zum Feld gefahren, um das gute Wetter auszunutzen. 20°C an einem 30. März. Petrus meint es gut mit uns und dem Saatgut.

Leider konnte ich dann aber den Post nicht mehr schreiben. Eine böse Erkältung hat mich erwischt und jegliche Lust zum Schreiben vertrieben. Nach einer Woche ist die Nase wieder fast frei und ich kann endlich den Post zu Ende schreiben um dann später noch aktuell davon berichten zu können, was sich seit letztem Sonntag auf dem Feld getan hat. Mein Ziel ist es, jeden Sonntag aktuell die neuste Feldpost zu posten. Um auf den aktuellen Stand zu kommen, muss ich mich ranhalten, sonst hänge ich immer eine Woche hinterher.

Also zurück zum letzten Sonntag.

Nachdem wir mit Stolz geschwellter Brust den ersten Keim wohl an die hundert Mal fotografiert hatten, haben wir weiter ausgesät, und zwar:

- Rote Rüben
- Spinat
- Pflücksalat,
- Möhren,
- Fenchel,
- Rosenkohl.

Saatgut 30.März 2014


Leider hatten wir den Stift vergessen, um die Eisstiele zu beschriften, die wir zum Markieren der Aussaatreihen verwenden. Mal schauen, ob wir heute unsere Notizen von letzter Woche noch nachvollziehen und die Eisstiele beschriften können. Da außer dem Boden wirklich noch so gar nichts auf dem Feld zu sehen ist, könnte man im Moment meinen, wir würden Eis am Stiel anbauen.


Eis am Stiel Aussaat am 30. März 2014


Auch wenn uns beim Vorbereitungstreffen gesagt wurde, wir müssten nicht gießen bzw. nur ausnahmsweise bei langer, langer Dürre, haben wir die Aussaat jeweils angegossen. Der Boden war sehr, sehr trocken und wir konnten uns nicht vorstellen, dass darin ohne zusätzliches Wasser irgendwas wächst.


Wasser marsch

Das war es dann mit der Feldarbeit am 30. März 2014. 

Zum Abschluss wollten wir noch ein Bild von uns machen, damit Ihr Euch ein eben solches von uns machen könnt. Da Selfies total im Trend sind, sollte es ein Selfie werden. Leider scheiterte der Versuch des Feld-Damen-Selfies an der gegen 20.00 Uhr dann doch nicht mehr zu leugnenden Dunkelheit. Aber wenn Ihr ganz genau hinseht, könnt Ihr uns noch erkennen. Bald werden wir ein besseres Bild posten und ich werde darüber berichten, warum der Blog HamburgerAlllerlei heißt.


 Feld-Damen

Zu guter Letzt noch dies:

die Feld-Küche ist eröffnet!  



In der Feld-Küche wollen wir unser Gemüse zubereiten und die Rezepte vorstellen.
 
Bis zur ersten Ernte werden wir mangels eigenem Gemüse in der Feld-Küche unsere Lieblingsrezepte und Neuentdeckungen vorstellen.

Zum Sonntagsfrühstück gab es heute aus der Feld-Küche eine Brioche, auf Deutsch Apostelkuchen genannt. 

Daher aus der Feld-Küche heute eine

 Brioche





Was man braucht:                                                

1 Ei, 
500 g Weizenmehl Typ 405, 
1 Hefewürfel, 
60 g Butter, 
100 g Zucker, 
125 ml Sahne,
150 ml Milch, 
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote 






Wie man es macht:

Milch und Sahne mischen, die Hefe darin auflösen und die Mischung beiseitestellen.

Das Mehl mit dem Salz, dem Zucker, dem Mark der Vanilleschote und dem Ei verrühren. 

Ich rühre den Teig mit dem Handrührgerät. Man kann den Teig auch mit den Händen kneten. Da der Teig aber recht klebrig ist und schnell nicht nur an den Händen, sondern überall in der Küche klebt, ziehe ich das Handrührgerät vor.

Nun die aufgelöste Hefe mit der Milch und der Sahne dazugeben und weiter rühren.

Danach die Butter in kleinen Stücken hinzugeben und rühren, rühren, rühren, bis der Teig eine Kugel formt. Die Kugel knete ich dann noch ein wenig mit den Händen, bis der Teig schön geschmeidig ist.


 


Den Teig 1 Stunde gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.

Dann wie gewünscht formen und wieder 30 Minuten gehen lassen. Man kann aus dem Teig einen Zopf flechten oder den Teig in einer Kastenform backen. 

Ihr solltet ein Blech mit ca. einem Liter Wasser ganz unten in den Ofen schieben. Durch den Dampf wird die Brioche super zart und saftig. 

Wenn Ihr mit Wasser arbeitet, dann solltet Ihr mit Umluft backen. Bei Ober- und Unterhitze bekommt die Brioche sonst nicht genug Wärme von unten. Auch solltet Ihr, wenn Ihr den Teig in einer Kastenform backt, darauf achten, dass der Teig nicht nur oben, sondern auch an den Seiten Farbe annimmt. Ich nehme am Ende der Backzeit das Blech mit dem Wasser aus dem Ofen und lasse die Brioche noch ungefähr 5-10 Minuten bei Ober- und Unterhitze im Ofen.



Kerstin

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